Die Vorgaben des Parlamentsbeschlusses für die Rekonstruktion des Berliner Schlosses betrafen die drei barocken Außenfassaden samt Kuppel und die drei barocken Fassaden des Schlüterhofes. Das historische Quergebäude zwischen Schlüter- und Eosanderhof und der Renaissanceflügel im Osten sollten nicht wiederaufgebaut werden.
Die Gründe für die Teilrekonstruktion des Schlosses liegen vor allem in der städtebaulichen Bedeutung des historischen Gebäudes, auf das alle umliegenden Altbauten in ihrer Architektur, ihren Dimensionen und ihrer städtebaulichen Anordnung ausgerichtet sind.
Die Wiedererrichtung der barocken Fassade soll nicht bloße Adaption bleiben, sondern die einstige künstlerische Gestaltung des Baumeisters Andreas Schlüter erkennbar machen. Bei der Rekonstruktion geht es um die architektonischen und bildhauerischen Schmuckelemente. Zur Erarbeitung der kunsthistorischen Grundlagen hatte die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum im April 2010 eine internationale Tagung unter Beteiligung von Kunsthistorikern und Denkmalpflegern mit dem Thema „Rekonstruktion am Beispiel Berliner Schloss aus kunsthistorischer Sicht“ veranstaltet. Die Ergebnisse wurden einem Sammelband mit gleichem Namen veröffentlicht.
Für die Arbeiten an den Schmuckelementen der Fassaden hat die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum im Sommer 2011 eine „Schlossbauhütte“ gegründet.

Bildhauer Jens Cacher arbeitet am Tonmodell der Konsole für Portal II.
© Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum

Steinmetz Carlo Wloch überträgt das Gipsmodell eines Fassadenelementes in Sandstein.
© Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum

Bildhauer Oleg Beesonow modelliert ein Modell einer Metope für Portal II.
© Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum
Dazu gehören:
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