Im voll besetzten Krönungskutschensaal der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin im ehemaligen Marstall diskutierten am 28.02.2012 Landesdenkmalpfleger Prof. Dr. Jörg Haspel und der Landesarchäologe Prof. Dr. Matthias Wemhoff mit dem Publikum über die Erhaltung der Überreste des Berliner Schlosses und das geplante archäologische Fenster im Humboldtforum. Die Podiumsdiskussion wurde moderiert von Manfred Rettig.
Die Ausgrabungen auf dem Schlossplatz geben zusammen mit den Grabungen auf dem Petriplatz und vor dem Roten Rathaus Aufschluss über das historische Berlin seit dem 13. Jahrhundert. Bei den Grabungen wurden die Kellerreste des gesprengten Berliner Schlosses freigelegt.
Diese Kellerreste werden für die Besucher des Berliner Schloss – Humboldtforum erlebbar werden. Auf einer Fläche von ca. 1.800 Quadratmetern wird ein „archäologisches Fenster“ entstehen. Ein Rundgang durch das Kellergeschoss wird u.a. durch die ehemalige Wachstube des Schlosskommandanten und durch barocke Kellergewölbe führen. Auch die Sprenglöcher von der Zerstörung des Schlosses im Jahr 1950 werden zu sehen sein. Schließlich soll auch ein Blick in die Kellergewölbe des um 1300 errichteten Cöllner Dominikanerklosters ermöglicht werden, das im Zuge der Schlosserrichtung Anfang des 18. Jahrhunderts abgerissen wurde.
Mehr als 450 Gäste informierten sich im Mai 2011 im Audimax der Humboldt-Universität Berlin über den Stand der Bauplanung für das Berliner Schloss – Humboldtforum.
Der Architekt Prof. Franco Stella stellte den aktuellen Stand der Planung für das Projekt vor. Die anschließende Diskussion mit dem Publikum wurde von Manfred Rettig, Sprecher des Vorstandes der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum, geleitet.
Ausführliche Informationen zur Bauplanung finden Sie in unserer Broschüre "Das Berliner Schloss", die Sie hier lesen können »

Begrüßung durch den Hausherrn, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Einleitender Vortrag von Prof. Dr. Richard Rottenburg, Universität Halle-Wittenberg, Seminar für Ethnologie und Max-Planck- Institut für ethnologische Forschung, Halle
Vor einem sehr gut besuchten Auditorium im wunderschönen Kuppelsaal des Alten Museums auf der Museumsinsel in Berlin diskutierten am 22. März 2011 auf dem 3. Forum der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum Experten aus Afrika, Amerika, Canada und Deutschland über die Bedeutung Afrikas im Zeitalter der Globalisierung. Dabei stellten die Wissenschaftler, die als Soziologen, Mediziner, Verfassungsrechtler und Ethnologen über Afrika forschen und sich einmal jährlich zu den „Dahlem Konferenzen“ in Berlin an der Freien Universität zum Austausch treffen, die überraschende innovative Bedeutung Afrikas für aktuelle Themen der Globalisierung heraus. Dieser Kontinent dürfe eben nicht immer nur aus der Katastrophen-Perspektive Europas gesehen werden, sondern steuere z. B. im Bereich der Filmwirtschaft, der medizinischen Breitenforschung oder auch als Trendsetter für Textildesign durchaus Innovationen für den weltweiten Austausch von Ideen und Gütern bei. Die kritischen Aspekte solcher Laborversuche wurden ebenso thematisiert, wobei vor allem auch die aktuellen revolutionären Umbruchsbewegungen in Nordafrika z. B. in Hinsicht verfassungsrechtlicher Fragen angesprochen wurden. Die Konferenz wurde auf Englisch mit simultaner Übersetzung gehalten, auch das ein Zeichen für den intellektuellen Anspruch, den letztlich das Humboldtforum mit solchen Veranstaltungen verfolgt. Dort würde später Gelegenheit sein, die angesprochenen Themen solcher Veranstaltungen z. B. im Kontext einer ethnologischen Sonderausstellung oder auch mit einem ausgesuchten Medienangebot der Bibliothek zu visualisieren und sinnlich erfahrbar zu machen.

Das zweite Forum der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin

Begrüßung durch Manfred Rettig,
Sprecher des Vorstands der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum

Einleitender Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh - Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
Die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum veranstaltete im Dezember 2010 ein zweites „Forum“, diesmal zum Thema "Berliner Schloss – Humboldtforum: Wege zur Rekonstruktion der Fassaden". Die Veranstaltung im Senatssaal der Humboldt-Universität Berlin war sehr gut besucht und ein großer Erfolg.
Die Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum veröffentlichte zu diesem Anlass die „Zehn Thesen der Villa Vigoni“ zur Rekonstruktion der barocken Fassaden des Berliner Schlosses. In der Villa Vigoni – dem Deutsch-Italienischen Zentrum für Europäische Exzellenz – hatte sich am 08. und 09. April 2010 eine internationale, hochrangig besetzte Expertenrunde aus Kunsthistorikern und Denkmalpflegern zum Thema "Rekonstruktion am Beispiel Berliner Schloss aus kunsthistorischer Sicht" getroffen. Anhand verschiedener Beispiele von Rekonstruktionen zerstörter Gebäude aus Deutschland und Europa wurden Forschungsthesen diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Ziel der Tagung war es, eine wissenschaftliche Grundlage für die Rekonstruktion der Fassaden des Berliner Schlosses zu schaffen. Diese Grundlage wurde in Form von zehn Thesen von allen Teilnehmern erarbeitet und verabschiedet.
Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh - Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten führte mit einem aufschlussreichen Vortrag über die 10 Thesen der Villa Vigoni in die Thematik ein.
Auf dem Podium diskutierten Abgeordnete des Bundestages mit Kunsthistorikerinnen über das Thema:
Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper, Inhaberin des Lehrstuhls für Denkmalpflege am Institut für Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin; Dirk Fischer, MdB, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der CDU/CSU-Fraktion; Dr. Wolfgang Thierse, MdB, Vizepräsident des Deutschen Bundestags; Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Leiterin der Dombauverwaltung Köln. Die Moderation übernahm Manfred Rettig, Sprecher des Vorstands der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum.
Mit großem Zulauf fand im Mai 2010 das erste "Forum" der Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum im Max Liebermann Haus am Brandenburger Tor statt. Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien diskutierten auf dem Podium über ihre Erwartungen an dieses kulturelle Jahrhundertprojekt.
Die Bundestagsabgeordneten waren sich über die Parteigrenzen hinweg in einem einig: Nach den langen Auseinandersetzungen über die städtebauliche Neufassung der Berliner Mitte (ob mit oder ohne historische Fassaden) muss es jetzt um die Inhalte des Humboldtforums im Berliner Schloss gehen. Engagiert diskutierten darüber Dr. Gesine Lötzsch, Vorsitzende der Partei DIE LINKE aus Berlin, Johannes Kahrs, SPD, Mitglied im Haushaltsausschuss, aus Hamburg, Agnes Krumwiede von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN aus Neuburg a. d. Donau, Mitglied des Ausschusses für Kultur und Medien, Prof. Dr. Monika Grütters, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien, CDU, aus Münster in Westfalen, aber seit langem in Berlin ansässig, Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, aus Erlangen und Hans-Joachim Otto für die FDP, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, aber Vorgänger von Frau Dr. Grütters in der vergangenen Legislaturperiode, aus Frankfurt am Main.
Unter der Moderation von Dr. Eckart Lohse, dem Leiter des Berliner Büros der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, erläuterten die Politiker mit viel persönlichem Engagement ihre Erwartungen an das Berliner Schloss - Humboldtforum. Dabei stellten sie ganz unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund: Für den Abgeordneten Stefan Müller, Jahrgang 1975, standen die Berücksichtigung der Interessen der jüngeren Generation bei der Programmgestaltung im Vordergrund, Gesine Lötzsch wünschte sich, dass das Haus ein offener Ort für das ganze Volk werde, Agnes Krumwiede betonte den Aspekt der Nachhaltigkeit in der Programmgestaltung, Monika Grütters plädierte für eine eigene Intendanz des Humboldtforums, Johannes Kahrs, der kurzfristig für die verhinderte Berliner Abgeordnete Petra Merkel eingesprungen war, betonte die Bedeutung dieses Bauwerks für die Identität der Bürger und der Stadt, Hans-Joachim Otto wiederum stellte das notwendige bürgerschaftliche Engagement in den Vordergrund.